Das kompetenzorientierte Lernen geht davon aus, dass Schüler ihr Lernen selbst in die Hand nehmen können. Als Orientierung der Schüler, Lehrer und Eltern dient ein so genanntes Kompetenzraster. Anhand von Referenztabellen werden in verschiedenen Fachgebieten Inhalte und Qualitätsmerkmale in präzisen „Ich kann“ – Formulierungen definiert. Als Vorlage gilt das Raster zur Selbstbeurteilung der Europäischen Sprachenportfolios. Ein entsprechendes Dokument wurde von den Bildungsexperten des Europarates erstellt.
Kompetenzraster stecken einen differenzierten Entwicklungshorizont ab. Schüler können so selbst erkennen wo sie stehen und wie ihre Leistung zu bewerten ist. Sie können aber auch schon sehen, was die nächsten Lernschritte sind. Die Ziele richten sich nach den Lerninhalten der Kantonalen Schulbehörden. Bereits über 50 Berufsbilder gibt es, die man in diese Kompetenzraster eintragen kann. Somit ist es möglich sich bereits in der Schule die Wissensvoraussetzungen für das jeweilige Fachgebiet/Weiterführende Schulen anzueignen.
Somit hat das Kind immer vor Augen wo es hin will und auch wo es steht. Durch diese Lernmethode, die auf der Motivation des Kindes aufbaut, wird und bleibt erlerntes Wissen verfügbar und abgespeichert. Gibt man Kindern die Chance sich in deren Stärken weiter zu verbessern, so sagt eine Studie aus dem Kanton Zürich, werden automatisch auch die schwächeren Fächer überproportional besser. Das Kompetenzraster ist ein Instrument, was den Spass beim Lernen generiert und Freude an Eigenverantwortung fördert. Die führt dazu, dass die Kinder Erlerntes danach auch wissen
Kompetenzraster warum?
Mit dem SchülerIn konkret ermittelter Zielkorridor:
Der SchülerIn weiss genau von welchem Wissenspunkt er/sie startet und wo sich sein/ihr Wissensziel befindet z.B. Berufslehre, Mittelschule oder Gymnasium. Ihr/Sein Ziel ist von vorne herein bekannt. Durch systematische Stoffbearbeitung sieht der SchülerIn den Fortschritt auf dem Kompetenzraster mittels Abarbeitung von Lernjobs und den erfolgreichen Abschlüssen dieser Lernziele.
Auf dem Kompetenzraster sind Erfolge und Fortschritte sofort ersichtlich und motivieren den Schüler. Erfolgreich getane Arbeit schafft Selbstbewusstsein. Schüler, Lehrer und Eltern haben jederzeit den Leistungsstand, anhand der Kompetenzraster, vor Augen.
Arbeiten, durch Lerncoachs unterstützt, lässt dem SchülerIn grösstmöglichen Freiraum um sich mit dem Thema zu beschäftigen, wozu der SchülerIn in der Lage und bereit ist.
Wöchentlicher, selbst erstellter Lehrplan wird nach Freigabe durch den Lerncoach von den SchülernInnen selbständig abgearbeitet. Unterstützung vom Lerncoach ist gegeben, wenn alle anderen Informationsbeschaffungsmassnahmen den SchülerIn nicht weiter bringen (Internet, Kollegen, BibliothekDas Kompetenzraster ist ein Mittel zur Schulung der Eigenverantwortung und der Selbständigkeit der SchülerInnen.
Der Kompetenzraster erfüllt den pädagogischen Ansatz von Maria Montessori.
Das Leben ist eine Dauerbaustelle
Das Leben ist eine Baustelle und wir lernen ein Leben lang. Daher haben wir das zu unserem Sinnbild genommen um zu akzeptieren, dass das Lernen werder in der Schule anfängt, noch mit ihr auffhört. Die Schule ist lediglich eine Zwischenstation vom Kindesalter zum anschliessenden Anschluss an die weiteren Bildungssysteme wie Gymnasium oder Berufslehre.
Wir wollen die Kinder nicht abschlussfähig, sondern anschlussfähig machen! (Andreas Müller, Institut Beatenberg)
Kompetenzraster am Beispiel Institut Beatenberg
www.institut-beatenberg.ch/ |